Das vierte Lebensalter ist weiblich – eine Literaturstudie

Mit Blick auf die Umsetzung der Forderungen aus dem Manifest konnte die Arbeitsgruppe mit Unterstützung des Migros-Kulturprozentes eine Literaturstudie in Auftrag geben, die sich an folgenden Fragen orientiert:

  • Die Arbeitsbiografie (Erwerbsarbeit vs. Haus-, Erziehungs-, Betreuungs-, Pflegearbeit) bestimmt die finanzielle Situation von Frauen im Alter: Wie wirkt sich die Arbeitsbiografie auf die finanzielle Lage (AHV, Pensionskasse, dritte Säule, EL) alter und hochbetagter Frauen aus?
  • Wie weit kann die von den Frauen im Laufe des Lebens geleistete volkswirtschaftlich wichtige (Care-) Arbeit sichtbar gemacht bzw. rentenwirksam werden?
  • Wie wird diese Arbeit wirksam bezüglich Lebensqualität im Alter und bezüglich der Qualität der Altersbetreuung?
  • Wie ist die Situation hoch betagter Frauen bezüglich Finanzen und Wahlmöglichkeiten bei der Betreuung?
  • Welche geschlechtsspezifischen Lücken können aufgrund der untersuchten Materialien festgestellt werden?

Autorinnen: Elisabeth Ryter und Marie-Louise Barben

Kurzfassung > PDF (145 KB)

Studie > PDF (902 KB)

Die Manifestgruppe hat die Studie in einem Hearing mit Politikerinnen und Fachfrauen vorgestellt und mit den Teilnehmerinnen diskutiert, am Freitag, 21. September 2012, im Rahmen des GrossmütterForums 2012 vorgestellt. > weitere Informationen


WEITERE LINKS UND STUDIEN ZUM THEMA

Denknetz, Jahrbuch 2013: Care statt Crash
Sorgeökonomie und die Überwindung des Kapitalismus. Denknetz Jahrbuch 2013

Die Frage, wie eine Gesellschaft die Betreuung, Begleitung und Versorgung von Kindern, Kranken und Älteren organisiert – das also, was im Kern die sogenannte Care-Ökonomie oder Sorgeökonomie ausmacht – wird mehr und mehr zur Schlüsselfrage der ökonomischen, sozialen und ökologischen Entwicklung. In welchem Verhältnis steht Care zum Prinzip der Kapitalverwertung? Verwertung schliesst die Sorge aus – und ist dennoch auf sie angewiesen. Diese Formel bringt den Grundwiderspruch im Kapitalismus auf den Punkt. Hieraus ergeben sich eine Reihe offener Fragen und Widersprüche, die in diesem Buch identifiziert und zuspitzt werden.
Hans Baumann, Iris Bischel, Michael Gemperle, Ulrike Knobloch, Beat Ringger, Holger Schatz (Hrsg.): Care statt Crash. Sorgeökonomie und die Überwindung des Kapitalismus. Denknetz Jahrbuch 2013. 216 Seiten, Broschur, Fr. 25.–, € 19.– ISBN 978-3-85990-220-6. Zürich, Edition 8

Weitere Informationen: > www.denknetz.ch


8. März 2014 - Frauen-Demo
Care-Arbeit kollektivieren - Kapitalismus entsorgen!
Artikel zum Thema in der WoZ > PDF (5.9 MB)



2012: Studie des Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann
Absicherung unbezahlter Care-Arbeit von Frauen und Männern

Anpassungsbedarf des Sozialstaats in Zeiten sich ändernder Arbeitsteilung
Studie > PDF (2.9 MB)